
Kunst & Kultur
"Rührt sich der Fels a bissl, fällt er in die Suppenschüssel", dichtete Franz Xaver Gabelsberger, der Erfinder der Kurzschrift, über das Wirtshaus "Weber an der Wand", in dem seit Beginn des 19. Jahrhunderts gekrönte Häupter und unzählige Künstler verkehrten. Sie hatten die Traumlandschaft rund um Oberaudorf für ihre Malerei entdeckt und sorgten dafür, dass der Ort schnell bekannt wurde. Der Landschaftsmaler Dillis, Carl Spitzweg oder Wilhelm Leibl gehörten zu den berühmten Gästen. Victor von Scheffel hat zur Eröffnung des "Feurigen Tatzlwurm" gar ein Gedicht verfasst, dass den Tatzlwurm auf den Alkoholkonsum seiner Gäste schiebt: "Und ernsthaft spricht der Klausenwirt: Schwernoth! woher sind die verirrt? Das Fußwerk schwankt...im Kopf ist Sturm...Die sahen all den Tazzelwurm! Den Tazzelwurm"
Der Berger Hans ist einer der größten Zithervirtuosen des Landes. Seine kreative Kraft sorgt dafür, dass die musikalischen Veranstaltungen im Dorf, in der Katholischen Pfarrkirche und im Kloster Reisach weitum bekannt sind und viele Gäste anziehen. Da spielt es keine Rolle, ob die Musik aus dem Volk kommt oder von so berühmten Komponisten wie Mozart oder aus dem Notenbüchl des Müllner Peter von Sachrang.
Ein bisserl von allem wird auch bei www.musiktage-oberaudorf.de aufgeführt. Einen wunderbaren Zusammenklang von Ton und Bild finden Darbietungen die in der Klosterkirche Reisach, der wunderschönen Schloßkapelle Urfahrn oder der neurenovierten Pfarrkirche Oberaudorf stattfinden.
